Vorsorge fürs Alter mit einer Pflegezusatzversicherung

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Warum ist eine Pflegezusatzversicherung notwendig?

Pflege von Leuten im AlterEine Studie ergab: "84 Prozent der Deutschen unter 60 Jahren fürchten sich am meisten vor Pflegebedürftigkeit." Die Angst ist nicht unbegründet. Die Wahrscheinlichkeit im Alter pflegebedürftig zu werden, ist hoch. Bereits heute sind 2,6 Millionen Menschen in Deutschland pflegebedürftig. Tendenz steigend. 2030 werden vier Millionen die Hilfe anderer benötigen. Pflegebedürftigkeit belastet. Es belastet den Pflegebedürftigen, weil er auf die Hilfe anderer angewiesen ist. Es belastet den Pflegenden, da er sein Leben nach den Bedürfnissen des Pflegebedürftigen ausrichten muss. Letzteres belastet wiederum den Pflegebedürftigen. Denn er möchte dem Menschen nicht zu Last fallen, der ihn liebevoll umsorgt. Pflege kostet. Das Geld bringen viele nicht, oder nur mit Mühe und Entbehrungen auf. Zwar gibt es in Deutschland seit 1996 die Pflegepflichtversicherung. Sie deckt jedoch sowohl bei der häuslichen, als auch bei der stationären Pflege nur einen Teil der Kosten ab. Eine Lücke von 1000 EUR und mehr pro Monat ist kein Einzelfall.

Um die Lücke zu schließen, hat der Pflegebedürftige rein theoretisch viele Möglichkeiten.

  • Er greift auf sein Erspartes zurück.
  • Er lässt sich von seiner Familie finanziell unterstützen.
  • Er nimmt staatliche Hilfen in Anspruch.
  • Er bezieht Leistungen aus einer Pflegezusatzversicherung.

Im konkreten Einzelfall existieren diese Möglichkeiten oft nicht. Das Ersparte reicht nicht. Kinder sind nicht vorhanden, oder sie kommen nicht auf. Der Staat hilft nicht. Er hält den Pflegebedürftigen für nicht unterstützungswürdig. Wohl dem, der rechtzeitig eine Pflegezusatzversicherung abgeschlossen hat! Sie gestattet, die Lücke ganz oder teilweise zu schließen.

Was ist eine Pflegezusatzversicherung?

Eine Pflegezusatzversicherung ist eine private Pflegeversicherung, die im Pflegefall zusätzlich zur Pflegepflichtversicherung unter die Arme greift. Ein Pflegezusatzversicherung Vergleich ergibt, dass verschiedene Typen der freiwilligen Versicherung am Markt sind.

Welche Arten der Pflegezusatzversicherung gibt es?

Diese Typen brachte der Pflegezusatzversicherung Vergleich zu Tage:

  • Pflegetagegeldversicherung
  • Pflege-Bahr
  • Pflegekostenversicherung
  • Pflegerentenversicherung

Bei der Pflegetagegeldversicherung zahlt im Pflegefall der Pflegetagegeldversicherer für jeden Pflegetag einen vereinbarten Betrag; selbst dann, wenn die tatsächlichen Pflegekosten niedriger sind. Die Höhe dieses Betrags ist von verschiedenen Faktoren abhängig. Ein Faktor ist der Pflegegrad des Pflegebedürftigen. Pflege-Bahr ist eine staatlich geförderte Pflegezusatzversicherung. Sie muss als Pflegetagegeldversicherung abgeschlossen werden. Wenn der Versicherte mindestens 10 EUR einzahlt, bekommt er fünf EUR Zuschuss vom Staat.

Kosten berechnenBei der Pflegekostenversicherung hängt die Höhe der Leistungen des Versicherers von den Pflegekosten ab. Die Ausgaben für die Pflege müssen mit Belegen nachgewiesen werden. Bei der Pflegerentenversicherung erhält der Pflegebedürftige eine lebenslange Pflegerente. Die Höhe der Rente hängt von verschiedenen Faktoren ab; z. B. von der vereinbarten Summe und von der Höhe des Pflegegrads.

Wo gibt es Informationen?

Im Detail sind Leistungen und Konditionen der verschiedenen Versicherungstypen komplizierter. Außerdem unterscheiden sie sich von Versicherer zu Versicherer. Wer sich für eine Pflegezusatzversicherung interessiert, kann sich mit den Stichworten "Pflegezusatzversicherung Vergleich" im Internet informieren. Auskunft geben auch Versicherungsagenturen und die Verbraucherberatung.

Was ist zu beachten?

Die meisten Versicherungen zahlen erst, wenn klar ist, dass der Pflegefall mehr als 6 Monate bestehen wird. Jeder sollte daher für eine kurzzeitige Pflege selbst vorsorgen. Sie wird bereits bei einem Beinbruch notwendig. Wichtig ist auch die Beitragsfreiheit im Pflegefall. Wenn jeder Groschen für die Pflege benötigt wird, sollte der Versicherte nicht auch noch Beiträge für die Pflegezusatzversicherung zahlen müssen.